Atelierhaus Bargetzi, Olten SO

Info

Auftragsgeber: Private Bauherrschaft
Auftragsart: Direktauftrag
Bauaufgabe: Gesamtinstandstellung Schutzobjekt
Bausumme BKP 1 - 9: 0.9 Mio CHF
Nettogeschossfläche: 170 m2
Volumen nach SIA 416: -
Leistung: Gesamtleitung, Projektierung, Ausführungsplanung, Bauleitung/ Baumanagement, Abschluss
Fotos: Mark Niedermann
Zeitraum: 2018-2021

Gesamtinstandstellung, Umbau und Anbau
Steinmetzatelier Schutzobjekt von 1929

Beim Projekt Atelierhaus Bargetzi handelt sich um eine Gesamtinstandsetzung und Anbau eines vernakulären Steinmetzateliers aus dem Jahr 1929. Das Gebäude steht am östlichen Rand von Olten, gleich gegenüber dem grossläufigen Friedhof Waldheim. Das vorgefundene ungeheizte Steinmetzateliers war in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Dem eingeschossigen vorderen Massivbau in Ortbeton, war ein im Terrain eingepasster scheunenartiger Anbau angefügt. Über dem Massivbau ruhte ein rückseitig gekapptes Walmdach. Das überhohe Erdgeschoss des Massivbaus wurde als Werkstattraum mit lateralen Arbeitsräumen, einem Materialschuppen und einer kleinen Schmidkammer genutzt. Der Bau sollte in eine zeitgemässe Wohn- und Ateliernutzung umgebaut werden. Eine Gesamtinstandsetzung, mit Werkleitungs- und Haustechnikersatz, energetischer Ertüchtigung war für eine heutige Nutzung unausweichlich.

Der vorgefundene Baukörper sollte mit der Setzung des Neubauvolumens und dem Ersatz des Daches in seiner volumetrischen Erscheinung fertig gebaut werden. Das Projekt sah den Abbruch des hinteren Schuppenanbaus inklusive Fundation und die Erstellung eines Ersatzneubaus auf derselben Mantelbaulinie vor. Auch die seitlich angebaute Schmiede und der bestehende Dachstuhl wurden zurückgebaut. Mit dem Ersatz der Dachüberspannung wurde die Möglichkeit einer Erhöhung des Dachvolumens für die Nutzung des Dachbodens wahrgenommen. Der Anbau mit innenräumlicher Überhöhe organisiert neu die Zugänglichkeit: So wird das Gebäude heute rückseitig, über die ruhige Quartierstrasse Waldheim betreten. Der Bestandesbau wurde in seiner Eigenart belassen. Im Projekt sind Wohn- und Arbeitsnutzung im Erdgeschoss und der intimere Schlafraum im Dachgeschoss angedacht. Auch die Fassade des bestehenden Massivbaus wurde in ihrem Ausdruck erhalten. Mit der Aussendämmung als Hochleistungdämmputz, Perimeterdämmung und Dämmung der vorgefunden Bodenplatte gegen Erdreich wurde eine nachhaltige Verbesserung der Komforts erreicht. Die neuen Fenster in Holz nehmen die horizontale Gliederung der ursprünglichen, vorgefundenen Befensterungen auf. Mit einem Kalkputz wurden die Innenwände des Werstattgebäudes behandelt. Die Sichtbetonelemente gereinigt und roh belassen.

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