Beim Bestandesbau handelt es sich um ein ländliches, dreiteiliges Riegelhaus im Weiler von Eschikon bei Lindau Effretikon. Der langestreckte Baukörper wurde in Mischbauweise um 1834 erstellt. Er besteht aus zwei randseitigen Eckwohnhäusern mit beinahe gespiegelter Grundrissanodnungen und einem mittleren zu einem Wohnbau umgebauten, ehemaligen Wirschaftsteil. Das Haus ist seit 1982 im Inventar der kommunalen Denkmalpflege als bedeutender Zeitzeuge gelistet. Wir durften die Gesamtinstandstellung des westseitigen Eckhauses ausführen. Die haustechnischen Installationen waren veraltet, die Kücheneinrichtung und Nasszellen ebenso. Sämtliche Oberflächen wie Bodenbeläge wiesen starke Abnützungsescheinungen auf und genügten den heutigen Ausbauanforderungen nicht mehr. Wir schlugen einen zurückhaltenden Umgang mit der vorgefunden Struktur, Raumprogramm und Erschliessung vor. Das über drei Geschosse führende Raumprogramm in seiner Abfolge haben wir beibehalten. Im Erdgeschoss wurde eine grosszügigere Wohnküche geschaffen und im Obergeschoss, mit der Vergrösserung des Bads und dem Einbau einer weiteren Nasszelle, der Komfort nachhaltig verbessert. Die Umbaumassnahmen im Erdgeschoss bedingten einen Eingriff in die bestehende äussere Erscheinung: Wir setzten in Giebel- und Nordfassade drei neue Öffnungen. Der vorgeschlagene Fassadeneingriff fügt sich bedacht in die vorgefundene Fassadengestaltung des ganzen Baukörpers ein – so selbstverständlich, als wäre es immer schon so gewesen.
Flarzhaus auf dem Strickhof, Lindau ZH
Auftragsgeber: Hochbauamt Kanton Zürich
Auftragsart: Rahmenvertrag
Bauaufgabe: Gesamtinstandstellung Schutzobjekt
Bausumme BKP 1–9: 0.6 Mio CHF
Nettogeschossfläche: 230 m2
Volumen nach SIA 416: -
Leistung: Gesamtleitung, Projektierung, Ausführungsplanung, Bauleitung/ Baumanagement, Abschluss
Fotos: Mark Niedermann
Zeitraum: 2019–2021
Denkmalpflegerische Gesamtinstandsetzung
Schutzobjekt Riegelhaus von 1834
Schutzobjekt Riegelhaus von 1834
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