Gehöft zur Gerbe, Rothenburg LU

Info

Auftragsgeber: Private Bauherrschaft
Auftragsart: Direktauftrag
Bauaufgabe: Gesamtinstandstellung Schutzobjekte, Kernzone
Bausumme BKP 1 - 9: 2.9 Mio CHF
Nettogeschossfläche: 414 m2
Volumen nach SIA 416: -
Leistung: Gesamtleitung, Projektierung, Ausführungsplanung, Bauleitung/ Baumanagement, Abschluss mit Deon AG
Fotos: Mark Niedermann
Zeitraum: 2013-2017

Denkmalpflegerische Gesamtinstandsetzung
Schutzobjekt 'Gehöft Zur Gerbe' in Dorfkernzone von 1734

Das Gehöft zur Gerbe liegt am Rande der Dorfkernzone von Rothenburg. Die Anlage der ehemaligen Gerberei besteht aus dem Haupthaus, der Werkstatt und dem Schopf. Die Intervention befasst sich mit dem Umbau und der Sanierung des Haupthauses, sowie dem Ersatzneubau des Schopfes als Atelierwohnhaus. Das Haupthaus besteht aus dem massiven Sockelgeschoss, zwei Geschossen in Holzstrickbauweise und dem dominanten Dach. Kerne davon stammen aus dem 18.Jh., wobei nur noch die tragende Aussenwand, die innere Querwand und der liegende Dachstuhl erhaltenswert waren. Der Umbau sichert diese historisch wervolle Substanz der Primärstruktur und integriert ein neues Raum- und Erschliessungskonzept. Das neue Raumgefüge orientiert sich um den erhaltenen historischen Gang. Die energetische Sanierung der Fassade erlaubt eine Umkehrung: Die Innenseite des Holzstrickbaus wird hervorgebracht und die Fassade energetisch und schalltechnisch ertüchtigt. Besondere Beachtung gilt der Gliederung der neuen Schindelfassade mit bewusster Differenzierung zwischen Strassen- und Gartenseite, sowie dem Wiedereinsatz von Altholz in inneren Kernaufbau. Der Schopf wurde durch einen Neubau in der gleichen Typologie ersetzt und zu einem kleinen Wohn- und Atelierhaus umgenutzt. Unter Berücksichtigung der historischen Material- und Farbbefunde leistet der Wiederaufbau des Schopfes einen wertvollen Beitrag zur Gesamterhaltung der Hofanlage in der Kernzone von Rothenburg. Die aufwändige Umbaumassnahmen, Rückführungen in den Originalzustand am Haupthaus und der Ersatzneubau des Schopfes verfolgen eine nachhaltige Aufwertung des Ortsbilds.

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